Der Name Suitbertstein stammt von Suitbertus einem Mönch aus England, der im 7. Jahrhundert als Glaubensbote in Deutschland wirkte.

Keine Unterlage weist auf den Aufenthalt von Suitbertus in unserer Gegend hin. In manchen Quellen geht man davon aus, dass ein Schüler von Suitbertus oder gar ein zweiter Suitbertus hier zugegen war und der Turm von seinem Erbauer zur Erinnerung diesen Namen erhalten hat. Auch soll unser Name Seibersbach von Suitbertus abgeleitet sein. Hierzu gibt es leider auch keine Unterlagen, die den Namen Suitbertus-bach erwähnen.

So können wir uns nur auf den vom Volksmund überlieferten Namen stützen.

Doch nun zu der Ruine Suitbertstein. Sie liegt direkt an einer Felsenwand im schönen Seibersbachtal auf Dörrebacher Gemarkung. Heute ist von ihr nur noch der Turm zu sehen. Alle anderen Gebäudeteile sind bereits eingestürzt. In östlicher Richtung sind noch deutlich ovale Grundmauern zu erkennen. Diese könnten von einer kleinen Burgkapelle stammen.

Gebaut wurde die Burg höchstwahrscheinlich im 15 Jahrhundert von unseren damaligen Herren, den Wolf von Sponheim. Auch die Bauform lässt auf diesen Zeitraum schließen. Die Größe des Turmes ist etwa 9,5 auf 8,5 m mit einer tlw. erhaltenen Höhe von über 10 Metern.

Eine andere Quelle aus den Jahren 1398 bis 1400 (Lehensbuch der Pfalzgrafen und Kurfürsten Rupprecht III) spricht von einem kleinen „Burgelin halb zu Stromberg“. Wenn es sich hierbei um die Ruine Suit-bertstein handelt, ist das Baujahr noch früher anzusetzen.

Über die Funktion des Turmes gibt es sehr unterschiedliche Aussagen. In manchen Quellen spricht man von einer kleinen Burg die in Verbindung mit dem genüberliegenden sehr alten Steinbruch (spätere Grube Concordia) zu sehen ist. Andere Quelle sprechen von einer kleinen Burg, die als Gefängnis diente. Diesen Hinweis findet man bei den Wolfen von Sponheim die einen Frevler in den „Turm“ gesteckt hatten. Wieder andere sehen in der Ruine eine Signalstation die in Verbindung mit der Burg Gollenfels steht. In Bilder aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts ragt der Turm von weit her sichtbar aus dem Wald heraus. Leider ist der Verfall der Burg in den letzten 30 Jahren extrem stark vorangeschritten. Sicherungsmaßnahmen wären von großer Bedeutung, damit unsere Nachfahren auch noch diesen schönen Turm sehen können.

Abbildung 54: Altes Bild des „Alt Schloslein“ von 1685 *3

Karte:

Textquelle stammt aus dem Buch

Mein Seibersbach

Verfasser Dieter May

Die Burg steht auf der Dörrebacher Gemarkung ,wird aber in der Denkmalliste rlp in Seibersbach geführt.

Burgruine Suitbertstein

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